
Im Coaching werden normalerweise die beiden Bereiche:
Business-Coaching (also beruflich) und Life-Coaching (also persönlich) unterschieden.
Die Supervision ist eigentlich sehr ähnlich, wobei man aber klassischerweise im psychosozialen Bereich (non-profit) von Supervision spricht, während man im Bereich der Wirtschaft (profit) vor allem bei Führungskräften eher vom Coaching spricht.
In letzter Zeit sind neue Begriffe aufgetaucht wie z.B. "Mentoring" oder "Personenzentrierte Beratung".
Der Übergang zur moderneren Psychotherapie ist fliessend, wobei das von Coaches ungern zugegeben wird. Auch ist der Begriff "Psychotherapie" immer noch stigmatisiert, und man will als Führungskraft natürlich auf keinen Fall als psychisch labil gelten. Deswegen geht man als Coachee (Klient) auch nach wie vor lieber zum Coach als zum Psychotherapeuten.
Während man zur Psychotherapie geht, um eine sogenannte F-Diagnose behandeln zu lassen (Internationale Klassifikation von Krankheiten), also z.B. Depression oder Zwänge, geht man zum Coaching, weil man scheinbar etwas "Berufliches" klären möchte.
In den Definitionen von Coaching (bei Wikipedia sind es insgesamt 12) wird auch immer wieder gerne betont, dass ein Coachee (Klient) eine funktionierende Selbststeuerungsfähigkeit besitzt und eigenverantwortlich handelt. Diese Definition ist natürlich problematisch, weil natürlich auch ein Psychotherapie-Klient durchaus noch seine Selbststeuerungsfähigkeit besitzen kann und umgekehrt.
Gerne wird auf Coachingseiten auch darauf verwiesen, daß Coaching natürlich keine Psychotherapie ersetzen könne. Hinter solchen Äußerungen stecken vor allem juristische Überlegungen.
Die ICF (internationale Coach Föderation) gibt eine sehr schöne Definition der einzelnen Coachingbereiche: sie spricht von
A: Entwicklungswünschen und/oder
B: Krisen
Im Entwicklungscoaching ist natürlich die persönliche und berufliche Weiterentwicklung gemeint.
Schon allein die Vorstellung einer persönlichen Weiterentwicklung also z.B. eine Selbsterfahrung oder Stärken-/Schwächenanalyse klingt für mich schon sehr "therapeutisch".
Beim Krisencoaching kann es dann schon um Lebenskrisen, Partnerschaftsprobleme, Schwierigkeiten im Umgang mit Anderen (vielleicht eine Persönlichkeitsstörung?) und z.B. Stressmanagement gehen.
Auch hier bewegen wir uns schon wieder haarscharf an der Grenze zur Psychotherapie.
Ich spreche aus Erfahrung, weil ich seit Jahren im Rehabereich tätig bin und täglich mit sozialmedizinischen Fragestellungen konfrontiert werde.
Man kann meiner Meinung nach den seelischen Bereich nicht einfach vom Beruflichen abspalten, so als ob es zwei verschiedene Welten wären.
Warum ich Ihnen das alles erzähle?
Weil Sie bei mir Beides finden.
Wenn sie nur etwas "Berufliches" klären wollen ist das völlig in Ordnung. Wenn Sie aber mehr in Richtung Therapeutischer Inhalte gehen wollen, können Sie das bei mir auch "ruhigen Gewissens" tun.
Mehr zum Thema:
www.dgsv.de
www.coachfederation.org/ICF/

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